Louise Ann Harbach-Stipendium

Das Louise Ann Harbach-Stipendium zur Unterstützung in Deutschland studierender German Studies-Hauptfächler geht an Catherine Jager, Jahrgang ’09, und Theresa Weaver, Jahrgang ’09. Das Stipendium wurde durch Familie und Freunde zur Ehrung von Louise Harbach (1948-2006) eingerichtet.  Sie war ebenfalls die Mutter der Bowdoin-Alumna und German und Women’s Studies-Absolventin Kirsten S. H. Partenheimer, Jahrgang ’01.  Das Stipendium unterstützt Studenten, die ein Semester oder ein akademisches Jahr an Kirsten Partenheimers deutscher Alma Mater, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, verbringen Studenten. Kirsten war wissenschaftliche Unterrichtsassistentin bei der Bowdoin German Studies Abteilung, erhielt Ehrenauszeichnungen der Abteilung, und gewann nach ihrem Abschluss ein einjähriges Fulbright-Lehrstipendium.  Teilweise inspiriert durch die hervorragende und weitsichtige Stadtplanung in Freiburg wandte sie sich dem Studium der Stadt- und Regionalplanung zu, welches sie an der University of Minnesota mit einem Master’s Degree abschloss.  Sie lebt jetzt in St. Paul und ist dort als Stadtplanerin tätig.

LOUISE ANN HARBACH 1948-2006
LOUISE ANN HARBACH 1948-2006
In Chartres, France, October 2006

Louise Harbach wurde im geschichtsträchtigen Gettysburg, Pennsylvania, am 28. November 1948, geboren. Ihr Vater war der Arzt Harrison F. („Skip“) Harbach, ihre Mutter Suzanne Heiges Harbach.  An der Gettysburg High School wurde Louise die Herausgeberin der Schulzeitung und des Jahrbuchs, und am Wilson College in Chambersburg wurde sie die Fotoherausgeberin und Kolumnistin der Schulzeitung.  Im Herbst ihres zweiten Studienjahres warf der Herausgeber des Sportteils der Zeitung, Wayne Partenheimer, ein Auge auf eine ihrer Kolumnen.  Zwei Jahre später, am 27. Dezember 1969, vermählten sich Wayne und Louise an der United Church of Christ in Gettysburg. Schließlich graduierte Louise mit einem Master’s Degree von der Newhouse School of Public Communications an der Syracuse University.

Nach dem Studium wurde Louise eine preisgekrönte Journalistin bei der Bucks-County Courier Times in Levittown, wo sie dann auch den Reiseteil herausgab, und weiterhin Kolumnen verfasste.  Nebenbei arbeitete sie für ein kleines Wochenmagazin in Jersey, und schließlich auch beim Philadelphia Inquirer, wo sie dann bis zu ihrem Tode 1984 tätig war. Ihre Zeit beim Inquirer verbrachte sie beim South Jersey Büro, wo sie bis zur Pensionierung über Gloucester County berichtete.

Die folgenden über 20 Jahre war Louise in Schule und Jugendsport involviert, und unternahm College-Abstecher nach Brunswick, Maine, wo Kirsten 2001 graduierte, und nach Lewiston, Maine, wo Scott als Student von Bates zum Abschlussjahrgang ’03 gehörte.

Louise war bekannt für ihre detaillierten Quilts, die sie von Hand für Freunde und Familie zu besonderen Anlässen steppte.  Auch die Professoren Cafferty, Cerf und Hodge waren glückliche Empfänger ebensolcher roter, schwarzer und goldener Quilts, die sie bis heute sehr wertschätzen. Louise war außerdem ein Hundefreund und unterstützte das 4-H Blindenhund-Welpentrainingsprogramm.

Wegen Louises Liebe zum Reisen ist es daher besonders passend, dass das nach ihr benannte Stipendium Auslandsaufenthalte von Bowdoin-Studenten unterstützt.  Sie hat als Kind mit ihren Eltern die Vereinigten Staaten weit bereist, und die Lust am Reisen blieb eine ihrer lebenslangen Eigenschaften.  1968 fuhr sie auf der SS United States über den Atlantik nach Europa.  Gemeinsam mit Wayne besuchte sie Europa auf über 10 weiteren Reisen, viele davon nach Deutschland, aber auch in die Karibik, nach Kanada, Hong Kong oder Thailand.  Sie war in allen 50 US-Bundesstaaten und sogar den meisten kanadischen Provinzen (bis auf Manitoba und Saskatchewan). Im Januar 2004 besuchte Louise den Stammsitz der Familie Harbach in Meisenheim, den Herkunftsort der Familie Heiges in Derrwangen in Bayern, und den Namensgeber der Familie Partenheimer, nämlich Partenheim in Rheinland-Pfalz. Auf ihrer letzten Reise im Oktober 2006 besichtigte Louise Paris und Stockholm.

Angetrieben durch ihre eigene Liebe zum Reisen und von dem Verlangen, ihren Kindern die Möglichkeit zu geben, eine andere Kultur zu erfahren, wie es ihr als Studentin nicht selbst vergönnt war, ermutigte Louise ihre zwei Kinder zu Austauschjahren in der High School. Kirsten ging ein Jahr in die Schweiz als Austauschstudent des Rotary Clubs, und Scott nahm am Jugendaustauschprogramm zwischen Congress und Bundestag teil.  Beide waren später in ihrer Collegezeit auch zu einem Studienaufenthalt in Deutschland.

Louise verstarb unerwartet am 11. Dezember 2006 während eines Besuchs bei ihrem Cousin Mark Replogle, auf dem Sommersitz der Replogles am Ufer des Lake Michigan nahe Sturgeon Bay in Door County, Wisconsin.